Was ist DTF-Druck? Verfahren, Vorteile und Grenzen
DTF steht für Direct to Film. Bei diesem Textildruckverfahren wird ein Motiv nicht direkt auf das Kleidungsstück gedruckt, sondern zuerst auf eine Folie – und anschließend mit Hitze und Druck auf das Textil übertragen. Das Ergebnis: farbintensive, detailreiche Drucke auf fast allen Stoffen, schon ab einem Stück.
So funktioniert der DTF-Druck
- Druck auf Folie: Ein spezieller Drucker bringt das Motiv spiegelverkehrt mit Textil-Pigmenttinte in CMYK auf eine PET-Folie.
- Weiße Unterlage: Direkt danach druckt er eine weiße Schicht hinter das Motiv. Sie sorgt dafür, dass die Farben auch auf dunklen Textilien leuchten.
- Klebepulver: Auf die noch feuchte Tinte kommt ein Schmelzklebepulver (Hotmelt).
- Fixieren: Unter Hitze schmilzt das Pulver und verbindet sich mit der Tinte. Der Transfer ist jetzt fertig und lagerfähig.
- Aufpressen: Mit einer Transferpresse wird der Transfer auf das Textil gepresst und die Trägerfolie abgezogen.
Bei DTF PRIME bekommst du die fertigen Transfers aus Schritt 4 – als Meterware mit deiner fertigen Datei oder als Druckbogen, den du online selbst gestaltest. Wie das Aufpressen genau geht, steht in unserer Anleitung.
Vorteile von DTF
- Unbegrenzte Farben: Fotos, Verläufe und feinste Details in einem Arbeitsgang.
- Viele Materialien: Baumwolle, Polyester, Mischgewebe, Nylon – hell und dunkel.
- Keine Mindestmenge: Keine Siebe, keine Einrichtungskosten. Ein Motiv kostet beim ersten Stück so viel wie beim hundertsten.
- Kein Entgittern: Anders als bei Flex- oder Flockfolie musst du nichts ausschneiden oder entfernen.
- Lagerfähig: Transfers lassen sich auf Vorrat bestellen und erst bei Bedarf aufpressen.
- Waschbeständig: Unsere Transfers sind auf links gedreht bis 40 °C waschbar.
Grenzen von DTF
- Bei sehr großen, vollflächigen Motiven ist der Druck auf dem Stoff spürbar und weniger atmungsaktiv als ein Siebdruck.
- Stark hitzeempfindliche Materialien vertragen die nötige Presstemperatur nicht. Im Zweifel vorher an einer unauffälligen Stelle testen.
- Bei sehr hohen Auflagen eines einzigen, wenigfarbigen Motivs kann klassischer Siebdruck günstiger sein.
DTF im Vergleich
| Verfahren | Farben | Mindestmenge | Textilien | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| DTF | unbegrenzt, inkl. Fotos | ab 1 Stück | Baumwolle, Polyester, Mischgewebe, Nylon | Logos, Merch, Vereins- und Firmenkleidung |
| Siebdruck | pro Farbe ein Sieb | wirtschaftlich erst ab höheren Auflagen | sehr viele | große Serien mit wenigen Farben |
| Flex-/Flockfolie | eine Farbe pro Lage | ab 1 Stück | viele | Namen, Nummern, einfache Schriftzüge |
| Digitaldirektdruck (DTG) | unbegrenzt | ab 1 Stück | vor allem Baumwolle | Einzelstücke auf Baumwoll-Shirts |
| Sublimation | unbegrenzt | ab 1 Stück | nur helles Polyester | Sportbekleidung, Tassen |
Mehr zu den Unterschieden der Transferverfahren liest du in unserem Ratgeber Transferdruck im Vergleich.
Häufige Fragen zum DTF-Druck
Was bedeutet DTF?
DTF ist die Abkürzung für Direct to Film: Gedruckt wird direkt auf eine Transferfolie statt auf das Textil.
Ist DTF dasselbe wie ein Bügelbild?
Im Prinzip ja – ein DTF-Transfer ist ein hochwertiges Bügelbild in Fotoqualität. Eigene Motive ordnest du im Druckbogen-Builder an.
Wie lange hält ein DTF-Druck?
Richtig aufgepresst und auf links bei bis zu 40 °C gewaschen, hält der Druck viele Wäschen. Weichspüler, Bleichmittel und Trockner solltest du vermeiden.
Was kostet DTF-Druck?
Bei DTF PRIME kostet ein Laufmeter (60 cm breit) 13,49 €, ab 5 Metern gibt es Staffelpreise. Im Druckbogen-Builder zahlst du nur die genutzte Länge, ab 50 cm. Alle Preise findest du unter DTF-Transfer.
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